Bewegt lernen in der Winterszeit

JohannJedes Lehren, das aus dem Erleben kommt, wird immer zu Herzen gehen. (T.Mann)

Eine neue Jahreszeit kündigt sich an, der Winter steht vor der Tür. Die letzten Schularbeiten sind noch zu schaffen, dann geht es in die wohlverdienten Weihnachtsferien. Dann heißt es einmal ausspannen und die Zeit mit den Kindern genießen. Gemeinsame Spaziergange durch den weißen Winterwald, Stapfen durch tiefverschneite Felder, Sammeln von Tannenbaumzapfen oder Fichtenzweigen, Spuren von Reh oder Hase im Schnee entdecken – schöne Stunden mit den Kindern kündigen sich an!

Kinder werden die Ferientage genießen, die sie in Bewegung verbringen können. Eltern sollten diesen Bewegungsdrang auch unterstützen: Bewegung macht Kindern erst richtig Spaß, wenn sie herumtoben, springen und durchaus auch wild herumtollen dürfen. Prof. Renate Zimmer sagt: „Durch Toben und Herumtollen drücken Kinder ihre Lust am Leben aus, an der körperlich-sinnlichen Inangriffnahme der Welt.“

Eine schöne Winterlandschaft bietet dafür die perfekte Szenerie, Kinder werden eine gemeinsame Schneeballschlacht veranstalten, werden es lieben, Schneeengel zu sein oder den längsten Eiszapfen rund ums Haus zu finden. All diese Aktivitäten können gleichzeitig die Basis für bewegtes Lernen sein, ideal als Abwechslung zum stundenlangen, ruhigen Sitzen im Schulunterricht.

Eltern können Schulstoff, der über die Weihnachtsfeiertage gefestigt und trainiert werden soll, spielerisch in den gemeinsamen Ferienalltag einbauen: Es ist eine Tatsache, dass Kinder leichter und gründlicher Rechnen, Lesen und Schreiben, wenn sie dabei ihren ganzen Körper und alle Sinne einsetzen können. Sie gewinnen wieder Spaß am Lernen und können ihre Stärke, nämlich die Freude und Fähigkeit sich zu bewegen, für den Lernprozess einsetzen.

Über die Bewegung entsteht der Kontakt zur Umwelt. Kinder rollen Schnee und bauen einen Schneemann: Eltern übergeben den Kindern den kompletten Handlungsfreiraum. Sie können sich frei entfalten, ausprobieren, erfahren, Fehler machen und sie selbst korrigieren. Ein Kind wird sich unter Wassermolekülen, Schmelz- oder Siedepunkt erst etwas vorstellen können, wenn es den Schnee erforschen kann, Schnee in einem kleinen Topf auf den Herd stellen kann und beobachtet, was passiert. Das sind „Erfahrungen aus erster Hand“. An dieser Freiheit zu experimentieren und ihren Erlebnissen werden sie wachsen.

Das Gehirn wird durch Bewegung, egal ob an der frischen Luft oder in der wohlig warmen Stube, nicht nur mit neuem Sauerstoff versorgt, es steigt außerdem die Lernmotivation und die Konzentration. Auch wird sich Gelerntes durch Lernen mit Bewegung auf verschieden Art einfacher und längerfristig verankern: Durch das Zusammensetzen eines Puzzles wird die Feinmotorik der Kinder trainiert, Kinder tanzen als kleine Schneeflocken durch den Raum und erfahren durch Rhythmus und Musik ihren Körper, sie Lernen ein Gedicht oder eine Geschichte durch das Nachahmen von Bewegungen, z.B. die Finger tanzen – der Schnee fällt vom Himmel.

Lassen Sie diese Weihnachten Ihrer Kreativität freien Lauf und lassen Sie sich von der Phantasie Ihrer Kinder anstecken!

Ich wünsche Ihnen viel Spaß in der Familie und eine schöne, heitere Weihnachtszeit!

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