Erziehung für den Frieden

Schon ist das halbe Schuljahr fast um. Es gibt viel Arbeit für alle, Lehrer, Kinder und Eltern. Alle geben ihr bestes, um den Schulalltag gut zu meistern. Oft gibt es nur wenige Stunden Schlaf, um die nächste Unterrichtsstunde möglichst interessant zu gestalten, um das Geographiereferat gut zu meistern, um dem Kind bis spät abends zu helfen, sich gut auf das Deutschdiktat vorzubereiten.

Dabei können wir oft müde und gereizt gegenüber unseren Mitmenschen erscheinen. Leicht kann ein falsches Wort fallen, wir fühlen uns schnell verletzt und reden nicht mehr miteinander. Dies geschieht zwischen den Kleinen am Schulhof, genauso wie zwischen uns Erwachsenen. Gerade, wenn es Streit in der Familie gibt, es vielleicht sogar zu einer Scheidung kommt, wenn es kein Verständnis oder Respekt für alte Leute mehr gibt, wenn Schulkameraden aus anderen Dörfern, Städten oder gar Ländern in der Klassengemeinschaft ausgegrenzt werden, wenn andersartige Ideen von Kollegen in Arbeit und Schule ins Lächerliche gezogen werden, dann gibt es jeden Tag Handlungsbedarf. Nicht nur für Lehrer in der Schule, sondern für jeden von uns. Wir sind das Vorbild für unsere Kinder, wir gestalten das Umfeld, indem unsere Kleinen aufwachsen. Was sie da sehen, wird Teil von ihnen.

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„Die konstruktive  Erziehung für den Frieden kann sich nicht auf die Schule und den Unterricht beschränken.  Sie ist ein Werk von universaler Tragweite. Sie besteht nicht nur in einer Neugestaltung  des Menschen, die die innere Entwicklung der Persönlichkeit ermöglicht; sondern sie ist  auch eine Orientierung auf die Ziele der Menschheit und die gegenwärtigen Bedingungen des sozialen Lebens hin.“ Maria Montessori (1870-1952)

Auch wenn wir alle viel um die Ohren haben, egal, ob groß oder klein, sollten wir nicht auf unsere Rolle in der Gesellschaft vergessen. Das beginnt, mit dem richtigen Tonfall, wenn der Vater seinen Sohn um Hilfe bittet, mit dem Lächeln für ein Kind, das aus einem fernen Land fliehen musste, um ihr Leben und das ihrer Familie zu retten, oder einfach Verständnis für unpassendes Verhalten aufzubringen, und sich in die Rolle des Gegenübers zu versetzen, sei es Lehrer, Mutter oder Kind.

 

Wir freuen uns auf Dich!

Das gesamte Team der Lernwerkstatt.

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