Zum Zeugnistag: Offen – Ehrlich – Unvoreingenommen sein

schmetterling

Der Zeugnistag steht vor der Tür. Viele Kinder kommen lachend und voller Freude die Tür herein, andere jedoch sind beschämt, traurig, trotzig, zornig – sie haben keine guten Noten vorzuzeigen. Wie reagiert man als Elternteil? Hier ein kleiner Wegweiser:

Offen sein – Das Kind ist in einer Situation, die nicht einfach für ihn ist. Wir sollten uns gut überlegen, wie wir auf schlechte Schulnoten reagieren. Dabei sollten wir bei uns selbst anfangen. Wie sehr ist es MEIN Ziel, das nur „Sehr Gut“ im Zeugnis steht, wie sehr ist es ein Ziel von meinem Kind? Sehe ich das Kind und was das Kind wirklich will? Projiziere ich nicht meine Wünsche und Ziele in mein Kind? Wie viel Zeit habe ich mir im Semester für meinen Sohn oder meine Tochter genommen? Wirklich Zeit genommen – ich habe nicht ihm ferngesehen oder bin zum Einkaufen gegangen – sondern habe herausgefunden, was mein Kind wirklich interessiert. Was findet mein Kind spannend? Wofür kann es sich begeistern? Wann haben Sie zuletzt ein Buch mit Ihrem Kind gelesen oder ein Museum besucht? Man kann das Interesse der Kinder auf verschiedene Weise wecken, dafür muss man aber selbst offen sein, zuhören und beobachten können.

Ehrlich sein – Oft können die Emotionen mit einem durchgehen. Es gibt viel Arbeit, der Haushalt ist zu führen, man bemüht, sich die Kinder zu unterstützen. Da können schon einmal die Nerven mit einem durchgehen. Respektieren Sie diese Grenzen, aber machen Sie sich auch bewusst, dass dem Kind so nur wenig geholfen ist. Es gibt auch keinen Grund extra streng oder böse zu sein, wenn ein schlechtes Zeugnis vorgelegt wird. Auch gespielte Überraschung macht keinen Sinn. Als Elternteil sollten Sie während des Schuljahres beobachtet haben, wo die Stärken und Schwächen Ihres Kindes liegen.  Walter Barbee hat etwas sehr Weises gesagt: “Wenn Sie Ihrem Kind es schon Tausend Mal erklärt haben und er versteht es noch immer nicht, dann ist es nicht das Kind, das ein langsamer Lerner ist.“ Nehmen Sie sich also Zeit für Ihr Kind, versuchen Sie sich in seine Lage zu versetzen. Ein Kind geht durch verschiedene Entwicklungsphasen, jede stellt ihn vor neue Herausforderungen. Genauso wie ein Schmetterling, der sich von einer kleinen Larve zu einem wunderschönen, bunten, federleichten Insekt entpuppt, hat auch Ihr Kind das Potenzial, Flügel zu bekommen, die ihn sicher tragen werden. Haben Sie Vertrauen in ihn.

Unvoreingenommen sein – Stehen Sie Ihrem Kind ohne eigene Erwartungen gegenüber. Legen Sie Ihre Vorstellungen, Wünsche, Ideen, wie Ihr Kind sein sollte, ab. Sie sind Begleiter eines Kindes, das ein selbstständiger, junger Mensch werden möchte. Geben Sie ihm die Chance sich zu entfalten. Dabei kommt es nicht auf ein nicht gelungenes Semesterzeugnis an. Beginnen Sie im Alltag und drücken Sie sich in positiven Worten aus. Egal, ob es wieder eine Fünf in Mathe gab. Nehmen Sie sich zurück und geben Sie Ihrem Kind die Möglichkeit, Entscheidungen selbst treffen zu können. Erst wenn sich das Kind ernst genommen fühlt, wird ihr Kind Schritt für Schritt Herausforderungen und schwierige Aufgaben, die auf ihn zukommen werden, selbst in Angriff nehmen, diese meistern und daran wachsen.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: