Sag es mal anders!

Der Schulalltag ist wieder voll im Gange, die Kinder haben viel um die Ohren. Meist gehen Sie gerne in die Schule und teilen Ihre Erlebnisse zu Hause mit. Wie können Eltern jedoch auch einen aktiven Anteil in der Entwicklung ihres Kindes zu Hause nehmen? Hier liefern wir einige Tipps, wie Sie Konzentration und Selbstständigkeit Ihres Kindes von zu Hause aus fördern können:

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  1. 1. “Ich habe gesehen, wie hart du gearbeitet hast!”

Der Fokus liegt auf dem Prozess, der Durchführung und nicht dem Ergebnis. Wir sagen nicht gleich “Tolle Arbeit!” oder “Wunderschönes Bild!”, anstattdessen merken wir an, wie konzentriert das Kind gearbeitet hat, wie achtsam es geschrieben hat. Was erreichen wir damit? Das Kind nimmt wahr, dass es durch eigene Anstrengung seine Leistung immer wieder verbessern kann. Anstatt zu sagen, “Was für ein gescheiter Bub!” könnten wir sagen, “Ich habe gestern gesehen, wie freundlich Du zu deinem Bruder warst, als Du ihm auch mit deinem Traktor spielen hast lassen.” Das Kind merkt so, daß den Eltern gutes Verhalten auffällt ohne es zu beurteilen. Anstatt “Was für ein Künster du bist!” versuchen Sie “Ich habe bemerkt, wie lange du an dem Bild gearbeitet hast, damit es genauso wurde, wie Du es wolltest!”

2. “Was hältst du von deiner Arbeit?”

Das Kind ist sein eigener Lehrer. Wir Erwachsenen leiten es und helfen ihm, aber das Kind macht seine Entdeckungen alleine. Wenn Ihr Kind Sie fragt “Wie gefällt Dir mein Bild?”, fragen Sie es, was es selbst davon hält, wie es sich für die Farben entschied oder was ihm am besten daran gefällt. So lernt das Kind seine Arbeit selbst zu beurteilen, anstatt immer auf die Anerkennung des Erwachsenen zu warten.

3. “Wo könntest du danach suchen?”

Das Ziel sollte es sein, das Kind zu einem selbstständigen Menschen zu erziehen: Wenn Ihr Kind den Bleistift nicht findet und er liegt unter dem Schreibtisch, helfen Sie ihm mit Fragen wie “Wo hast du den Bleistift zuletzt gesehen?” oder “Hast du in deinem Zimmer nachgesehen?” anstatt ihm den Bleistift gleich entgegenzuhalten.

4. “Womit kann ich dir helfen?”

Kinder sollten für ihre nächste Umgebung selbst verantwortlich sein. Diese Verantwortung übernehmen sie auch gerne! Sie gießen die Blumen, kehren den Boden oder räumen den Tisch nach dem Essen ab. Wenn eine Aufgabe manchesmal aber zu groß erscheint, fragen wir das Kind, wie wir helfen können. Es sind noch alle Bausteine am Boden verteilt und diese sollen noch vor dem Schlafengehen zurück in die Schachtel? Das kann als zu große Aufgabe empfunden werden, daher kann man anbieten: “Ich hebe alle Zylinder auf und du alle rechteckigen Baublöcke.”

5. “In unserem Haus machen wir das so…”

Mit diesem kleinen Satz erinnern wir das Kind an die Regeln im Haushalt ohne Befehle auszusprechen. “In unserem Haus sitzen wir bei Tisch bis alle fertig sind.” Dies wird weniger Widerstand verursachen als “Bleib sitzen!” Die Kinder wollen Teil unserer Gesellschaft sein und mit dieser Herangehensweise erinnern wir sie einfach daran, wie unsere Gemeinschaft funktioniert.

6. “Bitte störe ihn nicht, er arbeitet gerade konzentriert!”

Wenn ein Kind konzentriert arbeitet, alles um sich herum vergißt und ein Bild malt, versuchen Sie einfach an ihm vorüber zu gehen, ohne ihn abzulenken. Schon Augenkontakt genügt, um die Konzentration zu unterbrechen.

Merken sie sich den Moment und erwähnen Sie es einfach später, wie konzentriert Sie ihn arbeiten gesehen haben.

7. “Folgen Sie Ihrem Kind.”

Das ist ein Leitsatz, den die Erziehungswissenschaftlerin Dr. Maria Montessori geprägt hat. Lehrer und Eltern von Montessori-Schulkindern erinnern sich so daran, Vertrauen in ihr Kind zu haben und daran zu glauben, dass sich jedes Kind auf ihrer ganz persönlichen Entwicklungslinie bewegt. Jedes Kind hat andere Voraussetzungen und Gründe gewisse Dinge zu lernen oder zu tun. Nicht alle Kinder werden mit einem Jahr gehen und mit vier Jahren lesen können. Jedes Kind hat eigene Leidenschaften, Begabungen, Interessen und sollte dementsprechend begleitet werden. Liest Ihr Kind nicht gerne, aber möchte am liebsten immer draussen auf den Bäumen klettern? Beobachten Sie ihn dabei und schlagen Sie ein Buch über die Lebewesen im Baum vor.

Egal, in welche Schule Ihr Kind geht, mit einfachen Tipps wie den oben genannten, können Sie ein zu Hause schaffen, in dem Kinder sich in ihrer Konzentrationsfähigkeit üben können. Sie können sich daran erfreuen, kleinen, unabhängigen Menschen beim Heranwachsen zuzusehen.

Wir unterstützen Sie gerne bei der Umsetzung dieser Tipps in Ihrem Zuhause. Die Lern- und Legastheniewerkstatt Karin Schaden bietet die ideale Begleitung für Eltern, die die Individualität Ihres Kindes fördern möchten. Lesen Sie hier mehr über unser Team!

NEU! Als zusätzliche Lernunterstützung bieten wir ab Oktober 2017 Mototherapie-, Rechen- und Leseeinheiten für Kinder von 3 bis 14 Jahren in Kleingruppen an. Wir treffen uns zweimal die Woche in der Lernwerkstatt in 8091 Jagerberg. Der monatliche Unkostenbeitrag pro Kind beträgt 16 Euro (4 Euro für eine Stunde pro Woche). Melden Sie Ihr Kind gleich an und schreiben Sie uns (karin.schaden@schaden.co.at) oder rufen Sie uns an (03184-8209-27).

 

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